Für Fachpersonen

Das Konzept der Patenschaften

Fachlich aufgegleiste Patenschaften, in deren Rahmen freiwillige Patinnen und Paten längerfristig einen halben Tag pro Woche mit einem Kind von psychisch erkrankten Eltern gemeinsam verbringen, fördern die Entwicklungschancen dieser vielfach belasteten und gefährdeten Kinder.

In Zürich zunächst als Pilotprojekt gestartet, basieren Ponto-Patenschaften auf einem Konzept, das sich in der Praxis bereits vielerorts und auf vielfältige Weise als wirkungsvoll erwiesen hat. Zugleich bietet Ponto etwas Neues: die Kooperation auf Erwachsenen- und Kindesebene, d.h. die Unterstützung der Eltern und der Kinder sind aneinander gekoppelt. Dafür bündeln Espoir und Pro Infirmis Zürich erstmals ihre jeweilige Expertise in den Bereichen Kindesschutz und in der Beratung und Unterstützung von Menschen mit körperlichen, kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat mit der Entwicklung eines eigenständigen Fach- und Evaluationskonzepts zur wissenschaftlichen Fundierung von Ponto beigetragen.

Spielendes Kind auf Rutschbahn - Mit freiwilligen Patenschaften Entwicklungschancen  fördern

Projektziele und Nutzen

  • Kinder ab vier Jahren und Jugendliche bis 18 Jahre lernen andere Lebensmodelle kennen und erweitern ihren Entwicklungshorizont. Durch eine Patin oder einen Paten, die oder der nicht dem direkten Netzwerk der eigenen Familie entstammt, erleben sie eine zusätzliche, verlässliche emotionale Beziehung, die explizit ihnen gilt. Dies stärkt ihre psychische Widerstandsfähigkeit bzw. Resilienz und hilft ihnen, mit schwierigen Lebensumständen im familiären Alltag umzugehen.
  • Eltern werden entlastet und erhalten planbare Zeitfenster, in denen sie sich eigenen Themen widmen können, die ihren Genesungsprozess unterstützen. Sie können wieder Energie für die Erziehung ihrer Kinder sammeln.
  • Patinnen und Paten erweitern ihre sozialen Kompetenzen und erleben durch ihr freiwilliges Engagement eine Bereicherung und eine Vielfalt an (oftmals unbekannten) Lebenswelten.
  • Patenschaften erweitern das soziale Umfeld der Familien und tragen nachhaltig zur Inklusion psychisch erkrankter Eltern und ihrer Kinder bei.
  • Die Zürcher Versorgungslandschaft für Kinder psychisch erkrankter Eltern wird sinnvoll ergänzt, die Zusammenarbeit zweier Fachorganisationen schafft und nutzt Synergien.

Ponto unterstützen

Sie sind selbst in der Sozialen Arbeit, Psychologie, Medizin oder ähnlichen Bereichen tätig? Wir freuen uns sehr, wenn Sie bei entsprechender Gelegenheit auf unser Angebot aufmerksam machen wollen. Gerne können Sie sich dafür unseren Flyer als Print-Version zusenden lassen oder hier als PDF-Dokument herunterladen. Weiteres Material finden Sie auch in unserer Download-Sektion.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:

Verein Espoir

Lucia Schmid
Geschäftsführerin
Brahmsstrasse 28
8003 Zürich

E-Mail: l.schmid@vereinespoir.ch
Telefon: 043 501 24 10
vereinespoir.ch


Pro Infirmis Zürich

Beatrice Schwaiger
Leitung Sozialberatung
Beratungsstelle Stadt
Hohlstrasse 560
8048 Zürich

E-Mail: beatrice.schwaiger@proinfirmis.ch
Telefon: 058 775 25 25
proinfirmis.ch